Erinnern Sie sich an Ihre erste E-Gitarre? In den frühen Tagen des Gitarrenbaus hatte man nicht nur mit den Gitarren zu kämpfen, sondern auch mit vielen ungewünschten Nebengeräuschen, die die Instrumente damals produzierten. So z.B. das Feedback der Pickups, als diese noch nicht unter Wachs vergossen wurden. Oder ein lautes Netzbrummen, weil irgendeine Lötstelle lose war. Manchmal konnte es auch passieren, dass der Gitarrenton unterbrochen wurde, wenn man irgendeinen Regler berührte.

All diese Effekte sind mittlerweile durch die technische Verbesserung der Gitarren verschwunden, aber sie sind mit der Musikgeschichte zu Archetypen des Gitarrensounds geworden. Sie sind vergleichbar mit Geräuschen, wie z.B. das Knistern von Schallplatten, das Scratchen von Platten oder das Überspringen von CDs, die ebenfalls zu Archetypen in der Musik wurden und heute häufig zitiert werden.

Mit der tesla habe ich eine Gitarre entworfen, die neben modernen Gitarrensounds auch all diese Urgeräusche abrufbar macht. Dazu sind über den gesamten Korpus Kontakte und Tastflächen verteilt, die jeweils einen dieser Sounds durch Berührung ansteuern.

Nachdem ich diese Gitarre erstmals auf der NAMM Show 2000 vorgestellt hatte, waren unter meinen ersten Kunden Henry Kaiser und David Torn, beide vielleicht die experimentellsten Gitarristen unserer Zeit.

Inzwischen habe ich die tesla weiterentwickelt und es sind zwei neue Versionen dazugekommen: eine Version mit drei Pickups und eine Midi-Version. In Custom Ausführungen gibt es aber auch schon Modelle wie eine achtsaitige tesla mit 30 inch Mensur.