Die birdfish hat einen Hals aus sehr lange gelagertem Vogelaugen-Ahorn. Der Hals ist einteilig verarbeitet. Zunächst wird der Halsrohling zuerst der Länge nach mit der Bandsäge geteilt, um den Einbau des Halsstab vorzubereiten. Dann wird der Halsstab in die linke und rechte Hälfte eingefräst und anschliessend die Leimfuge exakt ausgearbeitet.

Damit der Halsstab beim Einleimen nicht rostet und sich dadurch im Kanal festklemmt, verwenden manche Hersteller das, was in Internetforen als Trussrod-Kondom bezeichnet wird: ein Kunstoff-Überzug über dem Stab. Dies hat nicht gerade positive Auswirkungen auf den Klang. Daher fertige ich meinen Halsstab aus hochvergütetem Edelstahl, der anschliessend gehärtet wird. Dadurch benötigt er nur 30% des Gewichts eines gewöhnlichen Stabes. Er wiegt als 2-Wege Trussrod nur 48 Gramm. Zum Vergleich: der meistverwendete 2-Wege-Trussrod wiegt knapp 200 Gramm. Da der Hals alleine ohne Stab nur 320 Gramm wiegt, hat ein normaler Halsstab also einen Gewichtsanteil von über 60% am Hals. Ganz abgesehen davon, dass der Kanal für den Halstab auch noch drei mal so gross wäre. Ich bin der Ansicht, dass sorgfältig ausgewähltes Tonholz besser klingt als solch eine Menge Stahl, daher also der ganze Aufwand.
   
Seit 2006 verwende ich diesen neuen 2-Wege Halsstab. Da die Mehrzahl meiner Instrumente den Weg ins Ausland finden, ist es mir wichtig, dass der Halsstab in beide Richtungen arbeitet. So können Sie sicher sein, dass sich Ihre birdfish sowohl in feuchter als auch extrem trockener Umgebung perfekt justieren lässt.

 
   
Sehen Sie einmal nach, ob Sie die Leimfuge entdecken können. Lassen Sie sich dabei nicht von dern Schatten der Saiten irritieren. Seit 2003 ist das Griffbrett ist auf der Oberseite deckend matt versiegelt, damit das Holz nicht verschmutzt. Die Rückseite des Halses ist offenporig versiegelt.
   
   
Alle Bundkanten werden von Hand gleichmässig verrundet und poliert. Die Bundschlitze reichen bis kurz vor die Halskante. Dadurch können die Bundstege in trockenen Zeiten nicht herausragen und das Spielgefühl beeinträchtigen.
     
    Die Bundmarken sind zweifarbig: aussen haben sie einen schwarzen Ring für die Sichtbarkeit bei hellem Licht. Innen habe ich phosphoreszierendes Mineral eingearbeitet. Damit leuchten die Dots auch auf dunkler Bühne nach.
     
    Im Hals sind Drei Gewindeeinstätze eingelassen, durch die der Hals mit dem "bird" bombenfest verschraubt wird. Durchdrehende Halsschrauben - unmöglich. Da beim "bird" exakt die Rundung der Halsrückseite ausgespart ist, wird der Hals unverrückbar zentriert.
     
  Am Ende des Halses ist ein Klemmblock aus Stahl, der jede Saite einzeln klemmt. Die Klemmschrauben wiederum sind aus hochfestem Edelstahl. Ich lasse sie von einer Präzisionsdreherei herstellen. Für den Preis der Schrauben können Sie in China bereits eine Les Paul-Kopie ab Werk kaufen. Aber sie sind haltbarer, diese Schrauben. Die Saitenenden können nach dem Abzwicken in die Vertiefungen hinter den Schrauben gedrückt werden, damit Sie sich nicht daran verletzen. Der Sattel ist mit kleinen Schrauben höhenverstellbar, sollten Sie einmal die Bünde abrichten müssen. Die Sattellinie ist kompensiert für eine Verbesserung der Intonation.